Vollmond in Waage: Wo halten wir noch Balance, die innerlich längst keine mehr ist?
- Barbara Kissling

- 1. Apr.
- 5 Min. Lesezeit
Am frühen Morgen des 2. April 2026 findet ein Vollmond auf 12 Grad Waage statt. Wie immer bei einem Vollmond stehen sich Sonne und Mond gegenüber und bilden eine Spannungsachse. Diesmal läuft sie über Widder und Waage – über Ich und Du, über Eigenimpuls und Beziehung, über Vorangehen und Abstimmung.
Diese Konstellation berührt damit ein sehr sensibles Thema:
Wo sind wir in echter Balance mit anderen – und wo versuchen wir noch, Harmonie aufrechtzuerhalten, die sich innerlich längst nicht mehr stimmig anfühlt?
Was dieser Vollmond sichtbar macht
Die Waage will verbinden, vermitteln, ausgleichen. Sie spürt sehr fein, was das Gegenüber braucht, und sie möchte, dass etwas Schönes, Stimmiges und Friedliches entsteht. Das ist eine grosse Gabe.
Gleichzeitig liegt genau dort auch ihre Herausforderung. Wir können Spannungen glätten, statt sie klar anzuschauen. Wir können uns anpassen, statt uns wirklich zu zeigen. Und wir können so lange abwägen, bis wir den eigenen inneren Impuls kaum noch hören. Genau hier leuchtet dieser Vollmond hinein.

Ein Vollmond bringt oft nicht Neues – sondern etwas lange Gärendes nach oben
Ich erlebe den Mond seit jeher auch als einen Speicher für emotionale Altlasten, unverarbeitete Erfahrungen und tief sitzende Prägungen. Ein Vollmond bringt deshalb oft nicht einfach neue Themen. Er beleuchtet vielmehr das, was bereits da ist. Das, was schon länger in uns arbeitet.
Gerade in den Tagen davor verdichtet sich oft etwas. Gedanken kreisen stärker. Emotionen reagieren schneller. Alte Geschichten melden sich zurück. Das ist nicht immer angenehm, aber meist sehr aufschlussreich. Denn was beleuchtet wird, kann erkannt werden. Und was erkannt wird, kann sich bewegen.
Beim Vollmond in Waage geht es dabei besonders um Beziehungen, Anpassungsmuster und um die feinen Stellen in uns, an denen wir das eigene Empfinden zugunsten von Frieden, Zugehörigkeit oder Gefallen zurückhalten.
Wo hält uns alte Emotion noch davon ab, unser Licht auf die Erde zu bringen?
Dieser Vollmond findet etwa zwölf Tage nach der Tagundnachtgleiche statt. Damals waren Licht und Dunkelheit noch in exakter Symmetrie. Jetzt sind wir bereits in einer leichten Schieflage. Es geht darum zu erkennen, wo wir noch eine Balance halten wollen, die bereits gekippt ist. Wo wir uns an Gegebenheiten anpassen, die nicht mehr zu unserem inneren Weg passen. Wo wir aus alter Prägung heraus handeln und Rücksicht nehmen, obwohl unsere Seele längst weiterziehen möchte.
Darunter liegt noch eine tiefere Frage:
Wo hält uns alte Emotion, alte Erfahrung oder alte Angst davon ab, unser Licht wirklich auf die Erde zu bringen?
Denn die Sonne steht in Widder. Und in Widder geht es um Geburt, Aufbruch, Mut und Sichtbarkeit. Es geht darum, das eigene Licht nicht nur zu ahnen, sondern es auch zu verkörpern.
Die Gesamtenergie ist trotzdem noch stark fischegeprägt
Spannend ist, dass die Sonne zwar in Widder steht, die Gesamtenergie aber trotzdem noch deutlich von Fische eingefärbt ist. Das spürt man im Feld sehr stark.
Der Grund dafür ist unter anderem, dass der Mars, der Herrscher von Widder, noch in Fische steht. Auch der Merkur, der Planet des Denkens, der Kommunikation und des inneren Sortierens, befindet sich noch in Fische und zudem noch im Nachschatten seiner Rückläufigkeit.
Das bedeutet: So sehr etwas in uns vielleicht schon nach Aufbruch ruft, so wenig läuft diese Energie im Moment völlig schnurgerade und glasklar. Sie ist noch weich, intuitiv, durchlässig, stellenweise neblig. Es werden immer noch Dinge aufgeklärt. Es steigen noch Themen an die Oberfläche. Nicht alles ist bereits bereit für einen sauberen Vorwärtsmarsch.
Wir müssen jetzt nicht alles logisch auf den Punkt bringen. Aber wir dürfen sehr ehrlich spüren, was sich nicht mehr stimmig anfühlt.
Der Mars wechselt am 9. April 2026 in Widder, Merkur am 15. April. Dann wird die Energie deutlich direkter, klarer und entschlossener.
Im Moment befinden wir uns noch in einem Übergangsfeld, das mehr mit Intuition, Auflösung und (inneren) Erkenntnissen zu tun hat als mit perfekter Vorwärtsstrategie.
Was zusätzlich mitschwingt
Kurz nach dem Frühlingsbeginn lief die Sonne zuerst über Neptun, dann über Saturn. Erst Vision (Neptun), dann Realitätscheck (Saturn). Erst das feine Ahnen, dann die Frage nach der Tragfähigkeit.
Dieser Vollmond beleuchtet nun, wo emotionale Altlasten uns noch davon abhalten, wirklich dem zu folgen, was in uns längst geboren werden will.
Verstärkt wird das Ganze durch das Quadrat der Vollmondachse zu Jupiter in Krebs. Dadurch können emotionale Muster, alte Geschichten oder familiäre Prägungen gerade grösser wirken als sonst.
Gleichzeitig unterstützt eine stark gestellte Venus in Stier (in zunehmendem Quadrat zum Transformationsplaneten Pluto) den Heilungsprozess. Sie hilft uns, wieder in den Körper zu kommen, uns zu erden und Klärung nicht nur mental, sondern ganz real im eigenen System zuzulassen. Dazu passt auch meine eigene Erfahrung:
Mein persönliches Beispiel
Ich habe heute selbst mit dem Emotion Code gearbeitet und dabei zwei richtig grosse, vererbte Emotionen aus der Ahnenlinie lösen können. Das waren uralte Emotionen, die hochgeploppt sind, reif zu lösen waren und sich erstaunlich klar gezeigt haben.
Solche Momente erinnern mich immer wieder daran, dass nicht alles, was wir fühlen, nur zu unserem heutigen Alltag gehört. Manches ist (viel) älter. Und genau deshalb können Vollmond-Tage wie dieser so kraftvoll sein.
Für mich sind der Emotion Code und auch Tapping (EFT) in solchen Phasen sehr stimmige Methoden. Für andere kann es etwas anderes sein. Entscheidend ist nicht die oder eine Methode, sondern dass wir dem, was sich zeigt, Raum geben – und es nicht gleich wieder wegdrücken.
Ein einfaches Vollmond-Ritual für heute Abend
Wenn wir die Energie dieses Vollmonds bewusst nutzen möchten, ist heute Abend ein sehr gutes Fenster für innere Reinigung.
Zünde eine Kerze an und atme einige Male tief durch.
Nimm Papier und Stift zur Hand.
Schreibe auf, was in diesen Tagen emotional hochkam: Sorgen, Gedankenspiralen, Gereiztheit, Unsicherheit, alte Verletzungen.
Frage Dich dabei auch: Wo sorgen wir uns zu sehr um die Meinung anderer? Wo machen wir uns glatter, angepasster oder kleiner, als wir eigentlich sind?
Schau aber auch auf das andere Extrem: Wo sind wir so im Gegenimpuls, dass wir Beziehung oder Rücksicht kaum noch zulassen?
Übergib den Zettel anschliessend dem Feuer in einem sicheren Gefäss.
Giesse die Asche mit Wasser ab und übergib sie später der Erde.
Schliesse mit einem Dank an die vier Elemente und an die Kräfte der Gestirne.
Und wenn wir kein Ritual machen?
Dann ist das vollkommen in Ordnung. Ein Ritual ist eine Einladung, kein spiritueller Leistungstest. Auch wenn wir heute Abend nichts aktiv „machen“, wirkt dieser Vollmond. Das Leben selbst bringt uns unter solchen Konstellationen oft an jene Stellen, an denen die Emotionen ausgelöst werden, die gesehen werden wollen – durch Begegnungen, Unruhe, Sätze, die etwas treffen, oder Situationen, in denen plötzlich spürbar wird, was nicht mehr passt. Schon wenn wir das bewusst bemerken, ist ein wichtiger Schritt getan.
Die Einladung dieses Vollmonds
Dieser Vollmond in Waage will uns zeigen, wo falsche Harmonie entstanden ist. Wo wir zu viel im Ausgleich sind. Wo wir unser Licht zurückhalten, um nicht anzuecken. Und wo noch alte emotionale Geschichten zwischen uns und unserer Verkörperung stehen.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Heilung dieser Tage: nicht perfekter zu werden, sondern ehrlicher. Nicht gefälliger, sondern klarer und wahrhaftiger. Damit wir nicht nur funktionieren. Sondern mit unserem Licht wirklich auf dieser Erde ankommen.
Wenn Du magst, teile gern in den Kommentaren, wie Du diese Vollmond-Energie gerade erlebst oder welche Frage Dich im Moment bewegt. Und wenn Du tiefer in die Arbeit mit den Mondenergien in Verbindung mit Deinem eigenen Horoskop eintauchen möchtest, findest Du auf meiner Website auch ein Drei-Session-Paket sprzifisch zur Arbeit mit den Mond-Energien.







Liebe Barbara🙏
Du machst das einfach wunderbar 👍!Nur schon das lesen löst bei mir viele Emotionen aus und bewegt mich sehr.
Schön bist du wieder hier♥️
Gruss Marisa